Wir machen uns stark für tarifliche Entlohnung und gerechte Bezahlung im Privathaushalt: wir verhandeln Tarifverträge für hauswirtschaftliche Angestellte und  Vergütungsvereinbarungen für Selbstständige nach Sozialgesetzbuch im Bereich haushaltsnahe Dienstleistungen.

Wir schließen bereits seit 1964 Entgelt- und Manteltarifverträge für hauswirtschaftliche Angestellte in Privathaushalten und haushaltsnahen Dienstleistungsunternehmen. Seit 2006 verhandelt der bkh darüber hinaus Rahmenverträge nach Sozialgesetzbuch (SGB) und Vergütungsvereinbarungen für Selbstständige in den Bereichen Haushaltshilfe, hauswirtschaftliche Versorgung, Alltagsbegleitung.

Damit setzt sich der bkh aktiv für eine bessere Entlohnung im Berufssektor Hauswirtschaft – speziell im Bereich haushaltsnahe Dienstleistungen – ein. 

 

 

Tarifverträge

Mantel- und Entgelttarifverträge geben Sicherheit und Orientierung für Arbeitnehmende und Arbeitgebende gleichermaßen. Derzeit bestehen Verträge für Angestellte in Privathaushalten und haushaltsnahen Dienstleistungsunternehmen und für Pfarrhaushälterinnen.

Privathaushalte

Tarifgebiet: Bundesrepublik Deutschland

Tarifpartner:  VerbraucherService Bundesverband im Katholischen Deutschen Frauenbund (KDFB) e. V. (Arbeitgeberseite)

Im Mai 2020 wurde ein neuer Entgelt- und Manteltarifvertrag ausgehandelt. Er hat eine Laufzeit von 1 Jahr und gilt rückwirkend zum 01.04.2020. Neuverhandlungen finden 2021  statt.

Pfarrhaushalte

Tarifgebiet: Bayern

Tarifpartner: Klerusverband e. V.
(Arbeitgeberseite)

Im August 2018  wurde ein Entgelt- und Manteltarifvertrag ausgehandelt. Er hat eine Laufzeit von mind. 2,5 Jahren und gilt rückwirkend zum 01.03.2018. Neuverhandlungen verschieben sich auf Grund der Corona-Pandemie in den Herbst 2020.

Das Infopaket “Arbeits- und Tarifvertrag” mit den derzeit gültigen Tarifverträgen und umfangreichen Informationsmaterialien zum aktuellen Arbeits- und Tarifrecht steht bkh-Mitgliedern und Fördermitgliedern kostenlos zur Verfügung.

Für Nichtmitglieder erheben wir eine Gebühr von 15,00 Euro.

Sie können die Tarifverträge und das Infopaket “Arbeits- und Tarifvertrag” in der bkh -Zentrale anfordern.  Weitere Informationen erteilt Büroleiterin Inge Dressel (Tel. +49 89-3567594, info@bkhev.de)

Verträge mit Kranken- und Pflegekassen

Der bkh schließt für selbstständige hauswirtschaftliche Fachkräfte mit Krankenkassen Verträge gem. § 132 Abs. 1 SGB V über die Erbringung der Haushaltshilfe nach § 38 SGB V und § 24h SGB V (Sozialgesetzbuch Fünftes Buch). Derzeit bestehen Verträge im Bundesland Bayern, in anderen Bundesländern verhandeln wir seit April 2020. Verhandlungen laufen ferner mit Pflegekassen bzgl. § 43 b Alltagsbegleitung und § 36 Haushaltshilfe.

Verträge mit Kranken- und Pflegekassen stehen ausschließlich bkh-Mitgliedern und Fördermitgliedern zur Verfügung.

Für die Nutzung der Verträge ist eine Mitgliedschaft im

Selbstständigen-Netzwerk “Hauswirtschaftliche Dienstleistungen im bkh” 

notwendig.

Bei Interesse nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf. Weitere Informationen erteilt Büroleiterin Inge Dressel (Tel. +49 89-3567594, info@bkhev.de)

Haushaltshilfe ist eine Pflichtleistung

Wer hat Anspruch auf Haushaltshilfe?

Versicherte haben Anspruch auf Haushaltshilfe nach § 38 SGB V und § 10 KVLG 1989 (Zweites Gesetz über die Krankenversicherung der Landwirte), wenn ihnen die Weiterführung des Haushalts wegen

  • einer Krankenhausbehandlung (§ 39 SGB V),
  • einer medizinischen Vorsorgeleistung (§ 23 Abs. 2 und 4 SGB V),
  • einer medizinischen Vorsorgeleistung für Mütter oder Väter (§ 24 SGB V),
  • häuslicher Krankenpflege (§ 37 SGB V),
  • einer medizinischen Rehabilitationsmaßnahme (§ 40 SGB V) oder
  • einer medizinischen Rehabilitationsleistung für Mütter oder Väter (§ 41 SGB V)

nicht möglich ist und eine andere im Haushalt lebende Person diesen nicht weiterführen kann.

Haushaltshilfe nach § 38 Abs. 1 SGB V kann beansprucht werden,

  • wenn bei Krankheitsbeginn im Haushalt ein Kind lebt, dass das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder das wegen eines Handicaps auf Hilfe angewiesen ist.
  • von Versicherten, bei denen keine Pflegebedürftigkeit im Sinne des SGB XI (Sozialgesetzbuch Elftes Buch) vorliegt, wenn ihnen die Weiterführung des Haushalts wegen schwerer Krankheit oder wegen akuter Verschlimmerung einer Krankheit - insbesondere nach einem stationären Krankenhausaufenthalt, nach einer ambulanten Operation oder nach einer ambulanten Krankenhausbehandlung - nicht möglich ist.

Wie lange besteht der Anspruch?

Der Anspruch besteht längstens für die Dauer von vier Wochen. Wenn ein Kind im Haushalt lebt, das bei Beginn der Haushaltshilfe das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder das auf Grund eines Handicaps auf Hilfe angewiesen ist, verlängert sich dieser Anspruch auf längstens 26 Wochen. Der Anspruch auf Haushaltshilfeleistungen zur Versorgung des Kindes wird durch die Pflegebedürftigkeit des Versicherten nicht ausgeschlossen.