Tarifarbeit

Der bkh handelt seit 1964 mit Arbeitgebern Tarifverträge aus. Damit setzt sich der bkh aktiv für eine bessere Entlohnung im Berufssektor ein.

Der bkh schließt Tarifverträge für:

  • Angestellte in Privathaushalten und haushaltsnahen Dienstleistungsunternehmen bundesweit: Tarifpartner auf der Arbeitgeberseite: VerbraucherService Bundesverband im Katholischen Deutschen Frauenbund (KDFB) e.V.
    Im Mai 2018 wurde ein neuer Entgelt- und Manteltarifvertrag ausgehandelt. Er hat eine Laufzeit von mind. 2 Jahren und gilt rückwirkend zum 01.04.2018.
  • Pfarrhaushälterinnen in Bayern: Tarifpartner auf der Arbeitgeberseite ist:
    Klerusverband e.V.
    Im 3. Quartal 2018 finden Neuverhandlungen statt.

Das Infopaket „Arbeits- und Tarifvertrag“ mit den derzeit gültigen Tarifverträgen und umfangreichen Informationsmaterialien zum aktuellen Arbeits- und Tarifrecht steht bkh-Mitgliedern und Fördermitgliedern kostenlos zur Verfügung.

Für Nichtmitglieder erheben wir eine Gebühr von 15,00 Euro.

Sie können die Tarifverträge und das Infopaket „Arbeits- und Tarifvertrag“ in der bkh -Zentrale anfordern.  Weitere Informationen erteilt Büroleiterin Inge Dressel (Tel. 089 3567594, info@bkhev.de)

Der bkh schließt für selbstständige hauswirtschaftliche Fachkräfte mit Krankenkassen Verträge gem. § 132 Abs. 1 SGB V über die Erbringung der Haushaltshilfe nach § 38 SGB V.
Derzeit bestehen Verträge im Bundesland Bayern. Die Verträge erneuern sich alle zwei Jahre.

Versicherte haben Anspruch auf Haushaltshilfe nach § 38 SGB V (Sozialgesetzbuch Fünftes Buch) und § 10 KVLG 1989 (Zweites Gesetz über die Krankenversicherung der Landwirte), wenn ihnen die Weiterführung des Haushalts wegen

  • einer Krankenhausbehandlung (§ 39 SGB V),
  • einer medizinischen Vorsorgeleistung (§ 23 Abs. 2 und 4 SGB V),
  • einer medizinischen Vorsorgeleistung für Mütter oder Väter (§ 24 SGB V),
  • häuslicher Krankenpflege (§ 37 SGB V),
  • einer medizinischen Rehabilitationsmaßnahme (§ 40 SGB V) oder
  • einer medizinischen Rehabilitationsleistung für Mütter oder Väter (§ 41 SGB V)

nicht möglich ist und eine andere im Haushalt lebende Person diesen nicht weiterführen kann. Haushaltshilfe nach § 38 Abs. 1 SGB V kann beansprucht werden, wenn bei deren Beginn im Haushalt ein Kind lebt, dass das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder das behindert und auf Hilfe angewiesen ist. Darüber hinaus erhalten Versicherte, bei denen keine Pflegebedürftigkeit mit Pflegegrad 2, 3, 4 oder 5 im Sinne des SGB XI (Sozialgesetzbuch Elftes Buch) vorliegt, auch dann Haushaltshilfe, wenn ihnen die Weiterführung des Haushalts wegen schwerer Krankheit oder wegen akuter Verschlimmerung einer Krankheit, insbesondere nach einem Krankenhausaufenthalt, nach einer ambulanten Operation oder nach einer ambulanten Krankenhausbehandlung, nicht möglich ist. Der Anspruch besteht längstens für die Dauer von vier Wochen. Lebt ein Kind im Haushalt, das bei Beginn der Haushaltshilfe das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder das behindert und auf Hilfe angewiesen ist, verlängert sich dieser Anspruch auf längstens 26 Wochen. Der Anspruch auf Haushaltshilfeleistungen zur Versorgung des Kindes wird durch die Pflegebedürftigkeit des Versicherten nicht ausgeschlossen.