bkh-Jahrestagung 2018 – Nachhaltigkeit im KiTa-Bereich

Unsere Umwelt bildet Grundlage für gesunde Entwicklung und Lebensqualität. Kitas lenken eine nachhaltige
Entwicklung und Bildung von Anfang an und  sind damit wichtige Lernorte, um vor Ort die Lebenswelt gesund zu gestalten und für regionales Miteinander der Gemeinschaft zu sorgen.

Im Rahmen unserer Jahrestagung 2018 stellt Stefanie Rieb, Umweltbildnerin und Multiplikatorin für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) Nachhaltigkeits- und Bildungsziele für Kindertagesstätten vor.

Flyer bkh-Jahrestagung 2018

Wir freuen uns auf einen interessanten Vortrag mit Diskussion.

Im Anschluss findet unsere Mitgliederversammlung mit Neuwahlen statt.

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Hauswirtschaft in der ambulanten Pflege

Steigerung des Stellenwertes der Hauswirtschaft in der ambulanten Pflege: Stellungnahme des Deutschen Hauswirtschaftsrates zum TSVG

 Berlin, 28. August 2018 – Das geplante Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) sieht Änderungen für ambulante Pflege- und Betreuungsdienste vor, die sich positiv auf haushaltsbezogene Dienstleistungen auswirken werden. Kritisiert wird allerdings der fehlende Einbezug in die neue Fachkräfteregelung. Außerdem fordert der Deutsche Hauswirtschaftsrat, dass die ausstehenden Qualitätsanforderungen für Betreuungsdienste nicht ohne Einbezug der Hauswirtschaft entwickelt werden dürfen.

Die Aufnahme als ergänzende bzw. niedrigschwellige Leistungen in das Pflegeversicherungsgesetz war ein erster Schritt um sicherzustellen, dass Menschen mit einem Hilfe- und Unterstützungsbedarf die Leistungen erhalten, die unmittelbar dazu beitragen, ein Verbleiben in der eigenen Häuslichkeit zu sichern.

Die Zulassung ambulanter Betreuungsdienste, die wie ambulante Pflegedienste im Pflegeversicherungsrecht verankert sein werden, ist ein nächster wichtiger Schritt, der nun mit dem TSVG gegangen wird. Leistungen der pflegerischen Betreuung und Hilfen zur Haushaltsführung sollen von diesen neuen Diensten erbracht werden. Dieser Ansatz ist zunächst positiv zu bewerten, da damit die Abwertung als niederschwellige Entlastungsleistungen aufgebrochen wird.

Der Deutsche Hauswirtschaftsrat sieht in den Details des Gesetzentwurfes jedoch Nachbesserungsbedarf und will mit seiner Stellungnahme dazu beitragen, dass die Fachlichkeit der Hauswirtschaft ausreichend berücksichtigt und gesichert wird. Folgende Forderungen werden dort genannt:

  • Nicht vertretbar ist aus Sicht des Deutschen Hauswirtschaftsrates, dass in der Aufzählung der Berufsabschlüsse, die als verantwortliche Fachkräfte in Frage kommen, die Berufe der Hauswirtschaft fehlen. Vorgeschlagen wird eine Ergänzung um die hauswirtschaftlichen Berufsabschlüsse auf Fachkraft- und Führungskraftebene.
  • Zu kritisieren waren zudem die gewählten Begrifflichkeiten: Im Referentenentwurf sind Leistungen der pflegerischen Versorgung und Hilfen zur Haushaltsführung genannt, die das Leistungsspektrum ambulanter Betreuungsdienste beschreiben. An dieser Stelle ist der Begriff „pflegerische Betreuung“ auf jeden Fall zu überprüfen: Mit ihm entsteht der Eindruck, dass es um Betreuungsleistungen von Pflegenden geht. Dabei plant der Gesetzgeber eine bewusste Erweiterung des Leistungsspektrums der Pflegeversicherung, weshalb hier von Leistungen der sozialen Betreuung und Leistungen der hauswirtschaftlichen Betreuung die Rede sein sollte.
  • Die Stellungnahme fordert, dass die Aufzählung der Leistungen nicht zur gleichen Segmentierung führen darf, die bei den niedrigschwelligen Leistungen bereits jetzt als problematisch bewertet wird. So nehmen einige Bundesländer eine strikte Unterscheidung von Betreuungsleistungen einerseits und Leistungen der hauswirtschaftlichen Versorgung andererseits vor. Leistungen der sozialen Betreuung, der hauswirtschaftlichen Betreuung sowie der hauswirtschaftlichen Versorgung sind jedoch so zu kombinieren, dass sie den Bedarfen der Versicherten in ihrem Alltag entsprechen. Für die Dienste müssen daher flexible Arrangements in der Leistungserbringung möglich sein.

Kommen diese Neuregelungen zum Tragen ist einerseits für die hauswirtschaftlichen Dienstleistungsunternehmen, die sich am Modellvorhaben des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) zur Erprobung von Leistungen der häuslichen Betreuung durch Betreuungsdienste nach § 125 SGB XI beteiligt haben, die Zukunft gesichert, und andererseits werden sich neue Unternehmen auf dem Markt etablieren können. Gleichzeitig eröffnen sich für hauswirtschaftliche Dienstleister Perspektiven, sich zu ambulanten Betreuungsdiensten weiter zu entwickeln und damit Leistungen über § 36 SGB XI als Sachleistungen abrechnen zu können.

Auf dem Weg dorthin gilt es jedoch weitere Rahmenbedingungen adäquat auszugestalten: So gibt es für die Qualitätssicherung ambulanter Betreuungsdienste bislang nur die Regelungen, wie sie für die am Modellversuch beteiligten Dienste entwickelt wurden. Daher fordert der Deutsche Hauswirtschaftsrat, dass diese Qualitätsanforderungen nicht ohne Einbezug der Hauswirtschaft entwickelt werden dürfen.

Das könnte dann der erste Schritt sein, damit die Hauswirtschaft künftig selbstverständlich bei allen politischen Aktivitäten in der Pflege mit dabei ist.

 

Informationen zum Deutschen Hauswirtschaftsrat
Der Deutsche Hauswirtschaftsrat e.V. wurde am 19. November 2016 in Frankfurt/Main gegründet. Ziel des Hauswirtschaftsrates ist es, die Interessen der hauswirtschaftlichen Akteure in Politik und Gesellschaft zu vertreten. Er ist die politische Interessenvertretung der Hauswirtschaft, der Ansprechpartner für Politik und Gesellschaft, Partner für die Institutionen der Berufsbildung und für Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Seine Akteure kommen aus diesen Bereichen Verbände und Organisationen, Schulen und Bildungsträger, Einrichtungen der Jugendhilfe, Altenhilfe, Agenturen für haushaltsnahe Dienstleistungen, Beratungsunternehmen, Betriebe der Außer-Haus-Verpflegung, Industrie und Hochschulen.

 

 

Pressekontakt
Deutscher Hauswirtschaftsrat
Klosterstraße 64
10179 Berlin

Beate Imhof-Gildein
Tel.: 0160 93391732
post@hauswirtschaftsrat.de
www.hauswirtschaftsrat.de

 

Homepage versehentlich gelöscht

Liebe Mitglieder, liebe Interessierte,

leider habe ich im März 2018 die bkh-Webseite versehentlich komplett gelöscht. Damit gingen zahlreiche Texte und das Design verloren. Direkt danach erlitt mein Partner eine schwere und langfristige Erkrankung. Dadurch verzögerte sich u.a. der Neuaufbau der Webseite. So langsam sind die wichtigsten Inhalte wieder da und wir können gut weiter arbeiten und Sie über Aktuelles informieren.

Ihnen allen danke ich vielmals für Ihr Verständnis während der Aufbauphase.

Ich freue mich auf weiterhin gutes Miteinander.

Herzliche Grüße

Ihre Heidrun Berger

Bundesvorsitzende

Tarifabschluss 2018 für Angestellte in Privathaushalten bundesweit

——–Neue Verträge:  Manteltarif und Entgelttarif 2018/2019—-

                       ——Herausragender Abschluss für 2 Jahre———-

 

Mit dem Ziel die Attraktivität der hauswirtschaftlichen Berufe über nachhaltig verbesserte Einkommensbedingungen zu stärken, gingen wir mit dem VerbraucherService Bundesverband im KDFB e.V. auf der Arbeitgeberseite in die neuen Tarifverhandlungen und freuen uns, Ihnen sehr gute Nachrichten über die einzelnen Ergebnisse mitteilen zu können.

Auch im Vergleich zu den bisherigen Tarifabschlüssen in anderen Branchen haben wir einen überaus konkurrenzfähigen Abschluss der Verhandlungen erreicht, über den wir Ihnen in dieser Mitteilung nachfolgend gerne berichten.

Mit einer linearen prozentualen Anhebung für alle Lohngruppen (sowohl bei wöchentlicher Arbeitszeit als auch für nicht regelmäßige Stundeneinsätze) i. H. v. 3,5% für den Zeitraum 01.04.2018 bis 31.03.2019 und einer weiteren Erhöhung von 3% für den Zeitraum 01.04.2019 bis 31.03.2020 haben wir unsere Ausgangsforderung von 8% zwar nicht gänzlich erreicht. Es ist uns in Verbindung  mit diesem Zugeständnis dafür aber gelungen, die Fundamente der bisherigen Tarifverträge insgesamt erheblich leistungsgerechter zu vereinbaren und gemeinsam mit der Arbeitgebervertretung neue Wege zu flexibleren Rahmenbedingungen für die Höhe unserer Arbeitslöhne zu finden!

Herausragend sehen wir im Entgeltbereich für Beschäftigte mit wöchentlicher Arbeitszeit die Einführung von zwei zusätzlichen Entgeltstufen und damit die sofortige Einführung eines Systems mit drei Entwicklungsstufen. Dadurch wollten wir die Möglichkeit schaffen, dass mit der neuen Entgelttabelle die Lohneinstufung je nach Ausbildungsstand, Zusatzqualifikation(en), Jahre der Berufserfahrung und regelmäßigen Fort- und Weiterbildungserwerb erfolgen und damit die Gehaltshöhe in einem wesentlich größeren Rahmen bemessen werden kann.

Unter welchen Voraussetzungen die Höherstufung in die jeweilige Entwicklungsstufe stattfinden soll, wird zwischen VerbraucherService Bundesverband im KDFB e.V. und dem bkh e.V. derzeit präzisiert. Dabei werden insbesondere die Anforderungen an die erforderliche Qualität der Bildungsmaßnahmen und Zusatzzertifikate definiert. Den gemeinsamen Leitfaden finden Sie demnächst ebenfalls auf unserer Internetseite www.bkhev.de

Herausragend sehen wir ferner die Einführung eines Wegezeitgeldes. Zusätzlich zur bisherigen Erstattung der Fahrzeugkosten (0,30€/km) gibt es nun auch noch -eine zumindest anteilige- Erstattung für die Fahrzeit zum Hausbesuch. Wir konnten dafür eine Pauschale i. H. v. 6,50€ je Anfahrt zum Auftraggeber aushandeln.

Herausragend ist es außerdem, dass wir den bisher nur für Sonn- und Feier-tagsarbeit geltenden Zuschlag je Bruttoentgeltstunde i. H. v. 50% als solches für Voll- und Teilzeitbeschäftigte nicht nur erhöhen konnten, (für Feiertagsarbeit gilt nun ein Zuschlag von 85% sowie für Sonntagsarbeit ein Zuschlag von 75%), sondern weitere Zuschläge erreichen konnten. Konkret: Für Nachtarbeit (21.00-6.00Uhr) beträgt der Zuschlag 20%, für Arbeit an Samstagen (13.00-21.00Uhr) ebenfalls 20% und für Arbeit am 24.12. und am 31.12. (je ab 6.00Uhr) erhöht sich der Feiertagszuschlag nochmals um 35%.

Besonders erfreulich ist es, dass es uns schließlich auch noch gelungen ist, die Arbeitgeberseite davon zu überzeugen, die Vergütung für unseren Nachwuchs deutlich zu erhöhen um damit den Einstieg in den hauswirtschaftlichen Beruf für junge Menschen noch interessanter zu machen. Für alle drei Ausbildungsjahre erhöht sich die Vergütung für unsere Auszubildenden konkret um 6% für den Zeitraum vom 01.04.2018 bis 31.0.3.2019 und weiteren 6% für den Zeitraum vom 01.04.2019 bis 31.03.2020.

Wir meinen, dass sich unsere Anstrengungen gelohnt haben und wir für unseren Verband sehr beachtliche Verhandlungsergebnisse erzielt haben, die insbesondere eine erste solide Grundlage für die mit den Krankenkassen bereits in diesen Wochen gestarteten Verhandlungen über die Vergütungssätze für unsere Leistungen darstellen. Wir werden darüber bald wieder berichten.

Die neuen Tarifverträge mit den aktualisierten Lohntabellen befinden sich derzeit noch im Unterschriftsverfahren, werden wir Ihnen aber schon bald zur Verfügung stellen können.

Wir sind äußerst zuversichtlich, dass wir gemeinsam mit Ihnen, unseren bkh-Mitgliedern, und zudem gestärkt durch externe Beratungsunterstützung, unsere Ziele bestmöglich erreichen können und freuen uns, Ihnen hoffentlich schon bald wieder von weiteren gemeinsamen Erfolgen berichten zu können.

Ihre Vorstandschaft.